Die Rüeblitorte Analysecouch

Zum Geburtstag einer Freundin und angehende Psychoanalytikerin:

  

Hier muss ich mich mal selber loben, denn das „Design“ hat kein bisschen Geschmack eingebüsst. Der Kuchen war fantastisch und auch nach 3Tagen (in Frischhaltefolie im Kühlschrank) noch saftig und yammmmmiiieee!

Ich wollte mich meinem jeweiligen Nervenkrieg mit dem Fondant entziehen und hab mich drum für Zuckerguss entschieden. Geschmacklich definitiv die bessere Wahl! Für den Look hätte ich einen Tag früher anfangen müssen um den Zuckerguss in mehreren Schichten aufzutragen, damit er besser deckt. Und/oder den Zuckerguss etwas dicker machen. Aber so hab ich mir mit Schokopulver weitergeholfen, was auch funktionierte. 

Ein nächstes Mal würde ich früher mit dem Guss beginnen und im Pannenfalle Puderzucker zum streuen nehmen statt Schokopulver, womit wir eine weisse statt braune Couch gehabt hätten.

Das Kuchenrezept ist eine Mischung aus dem Oetker Rezept für eine Aargauer Rüeblitorte: http://www.oetker.ch/ch-de/rezepte/r/aargauer-rueeblitorte.html, wobei ich die Oetker Backzutaten durch Frische/ Andere ersetzt habe, und einem alten Rezept einer Freundin, mit etwas mehr Backpulver und leicht veränderten Mengenverhältnissen.

Zutaten für einen Kuchen (lange Cakeform): (für die Couch braucht es einen Cake, für Tisch und Sessel einen weiteren)

  • 5 Eier
  • 300g Zucker
  • 300g Rüebli
  • 300g Mandeln, fein gemahlen
  • abgeriebene Schale von 1.5 Bio-Zitronen
  • 1 Prise Salz
  • 50g Maizena
  • 2 TL Backpulver 
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1 Prise Nelkenpulver

Zutaten für den Guss und das „Design“

  • 600g Puderzucker (+ etwas Reserve)
  • 4-5 EL Zitronensaft
  • Wasser
  • als Kissen für die Couch habe ich „Kissen Bonbons“ mit Haselnussfüllung von „Sweet Basel“, von der Herbstmesse verwendet. Aber da gäbe es sicher auch andere Ideen.
  • Für die Decke habe ich ein Stück farbiger Modellier-Fondant (Migros) und farbige Zuckerperlen, sowie Zuckerschrift zum Ankleben verwendent.
  • Wie gesagt musste ich am Schluss auf Schokopulver zugrückgreifen. Schokopulver oder Puderzucker auf Reserve wäre also praktisch 😉

Kuchen zubereiten:

Ich musste den Kuchen am Sonntag bereit haben und hab Ihn am SA Abend gebacken. Ein nächstes Mal würde ich Ihn am FR Abend backen, am SA morgen die erste Zuckerguss-Schicht trapieren, am SA Abend die zweite und ggf. am SO morgen die dritte. (Dies ist natürlich nur nötig wegen des Designs)

Ich habe den Teig für die beiden Kuchen zusammen gemacht. Alle Zutaten mal 2, ausser:

  •  1 Pack Backpulver statt 4 TL, 
  • 1 Prise Salz bleibt 1 Prise Salz

1. Rüebli mit der feinsten Raffel klein hobeln, 1 Spritzer Zitronensaft dran, beiseite stellen.

2. Eigelb, Zucker und abgeriebene Zitronenschale zusammen sehr schaumig rühren (mit dem Mixer)

3. Rüebli und Mandeln beigeben, unterrühren. Eiweiss mit dem Salz steif schlagen und über die Masse verteilen. Maizena mit Zimt-,Nelken-,Ingwer-,Kardamom- und Backpulver mischen und dies nun über den Eiweissschaum sieben.

4. Alles mit einem Teigschaber gut vermengen. (nicht mehr den Mixer verwenden!)

5. Den Teig in die gebutterte(n) Forme(n) geben und bei 180 bis 200 grad für 50-60 min in der unteren, vorgeheizten Ofenhälfte backen.

Zuckerguss:

1. Für den Zuckerguss; den Puderzucker in ein Messbecher oder eine Schüssel geben und dann nach und nach den Zitronensaft beigeben, mit dem Schwingbesen verrühren bis die Masse weiss und noch sehr dick aber nicht mehr klumpig ist. Wenn der Zitronensaft nicht ausreicht, nach erreichter maximaler Menge, Wasser zum verdünnen nehmen. Wenn der Guss die gewünschte Konsistenz hat, für etwa 10min in den Kühlschrank geben.

Couch (also eher Chaiselongue) präparieren:

Dem einen Cake am Ende zwei Kuchen-Stücke abschneiden, (Breite siehe Bild) und beide unten etwas kürzen. Das Kopfteil der Couch soll etwas höher sein.  Das Grössere Stück am Cakeende mit drei Zahnstocher befestigen. Dabei ist Vorsicht gefragt, damit es nicht auseinanderfällt: Die Zahnstocher vorsichtig bis etwas über die Hälfte in das Kuchenstück stecken und dann, auf den herausschauenden Zahnstochern, in den Cake stecken.

Das Selbe mit dem Seitenteil.

  

Sessel präparieren:

Vom zweiten Cake, rechts und links soviel abschneiden dass das übrige Mittlere Stück noch so gross ist, wie der Sessel sein soll. Nun aus diesem Stück in der Mitte ein rechteckiges Teil mit dem Messer herausschneiden, damit der Sessel Arm-und Rückenlehne bekommt:

  
Zuckerguss auftragen:

Nun die Couch und den Sessel mit Zuckerguss bestreichen. Dabei möglichst gleichmässig vorgehen und der überschüssige Guss der sich unten nach einigen Minuten ansammelt, mit einem Schaber oder Messer wegstreichen. Wenn sich keine Kuchenbrosmen im überschüssigen Guss befinden, könnt ihr den wieder zurück zum restlichen Guss tun.

Sessel und Couch und den Guss in einer Schale in den Kühlschrank stellen und sobald der Guss haftend und relativ trocken aussieht, das Ganze wiederholen, bis der Guss deckend ist.

Pannenhilfe:

Wenn Ihr mit dem Guss auch nach mehreren Schichten nicht zufrieden seid, bestreut das Ganze am Schluss noch mit Puderzucker oder Schokopulver durch ein Sieb. Dies jedoch erst unmittelbar bevor ihr Decke und Kissen drauf tut und den Kuchen serviert! 

Tischchen:

Für das Tischchen habe ich einfach aus dem übrigen Sessel-Cake ein Würfel geschnitten und den mit Schokopulver bestreut. Den Rest des Sesselcakes kann man ohne Guss im Kühlschrank in Frischhaltefolie gut 2-4 Tage noch behalten!

Decke und Kissen:

Wenn Couch und Sessel fertig sind, inkl. Guss, kann man die Kissen drauf legen.

Für die Decke, knetet ein Stück Modellierfondant weich bis er nicht mehr rissig ist und walt das Stück möglichst dünn aus. Nun kann man mit einem Messer ein Caromuster reinkerben. Achtung: Nicht zu tief kerben, sonst bricht die Decke später. In die Überschneidungen des Caromuster gibt man nun ein klitzekleiner Tropfen Zuckerschrift und platziert, mit Pincette oder „aus den Fingern fallen lassen“ jeweils eine Zuckerperle.

  
Hier sieht ihr, ist der Fondant etwas zu tief eingekerbt. Unter den Perlen sieht man zum teil noch etwas Zuckerschrift, im Gesamtbild fällt das jedoch nicht so auf. Man könnte etwas grössere oder weisse Perlen nehmen, damit das besser klappt. 

Die Decke 5min trocknen lassen und dann vorsichtig auf die Couch geben. Damit die Kanten nicht einbrechen wie auf dem Bild, gibt man die Decke am besten so auf den Kuchen dass Carokerbe und Kuchenkante nicht parallel zu einander liegen.

Et voila.

 

 

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